Frau auf Reisen

Auf Reisen sind Frauen mit spezifisch weiblichen Problemen konfrontiert. Wie soll beispielsweise die Verhütungspille bei Zeitverschiebung eingenommen werden? Was macht eine Frau im Menopausenalter bei Auftreten einer unerwarteten, lang andauernden Periodenblutung? Verhütung, plötzliche Veränderungen der Menstruation, Schwangerschaft, gynäkologische Infektionen werfen auf Reisen Fragen oder Probleme auf, die es zu beantworten gilt.

Verhütung

Schwangerschaft

Gynäkologische Infektionen

Menstruation

Verhütung

Nehmen Sie ausreichend Ihre gewohnten Verhütungsmittel mit, und halten Sie eine Reservepackung bereit. Oualitätskondome schützen nicht nur vor Aids bei flüchtigen sexuellen Kontakten, sondern auch vor unerwünschter Schwangerschaft, wenn der Pillenschutz bei Durchfall oder Erbrechen nicht mehr gewährleistet ist. Gewisse Medikamente wie Antibiotika, Abführmittel, Aktivkohle können durch Medikamenten-Wechselwirkungen die Wirksamkeit der Antibaby-Pille in Frage stellen. Besprechen Sie diese spezielle Situation rechtzeitig mit Ihrem Arzt oder Apotheker

Menstruation

Es ist aus medizinischer Sicht zulässig und machbar, die reguläre Periodenblutung zu verschieben, sei es mit der Pille selbst oder anderweitigen Hormonpräparaten. Ihr Frauenarzt wird Sie in diesem Unterfangen individuell beraten.

Gynäkologische Infektionen

Stress, Zeitverschiebung, hygienisches Umfeld, verminderte Infektabwehr und Antibiotika-Behandlung begünstigen das Auftreten von Scheidenentzündungen. Es ist bekannt, dass nach Antibiotika-Therapien gehäuft Pilzinfektionen auftreten können. Die situationsbedingt reduzierten hygienischen Umstände auf der Reise und am Aufenthaltsort begünstigen Blasen-und Scheideninfektionen besonders. Meisthandelt es sich um sehr unangenehme, aber unkomplizierte Infekte, die häufig auftreten. Frauen mit diesbezüglicher Veranlagung sei für Notfälle die Mitnahme eines geeigneten Vaginaltherapeutikums (Zäpfchen, Creme) empfohlen.

Schwangerschaft

Das Risiko einer Infektionserkrankung (z.B. Polio oder Hepatitis A) muss bei Schwangeren genauestens gegen die Nachteile möglicher Nebenwirkungen durch Impfungen abgewogen werden. Wenn möglich, sollten Impfungen mit Lebendimpfstoffen in der Schwangerschaft vermieden werden. Impfungen mit Totimpfstoffen und Immunglobulinen sind bei einer unkomplizierten Schwangerschaft unbedenklich. Während der Schwangerschaft verlaufen Malariainfektionen schwerer. Noch Möglichkeit sollte auf den Aufenthalt in Sollten Hochrisikogebieten verzichtet werden. Schützen Sie sich ab abendlicher Dämmerungszeit bis Morgengrauen besonders wirksam vor Insektenstichen. Nötigenfalls ist eine medikamentöse Malariaprophylaxe mit Mefloquin (Lariam, Mephaquin) oder als Alternative (Chloroquin plus Proguanil möglich.

Impfungen und Schwangerschaft

Da der Schutz der Schwangeren vor drohenden Infektionskrankheiten, vor allem auch bei nicht aufschiebbaren Auslandreisen, gewährleistet sein muss, wird Ihr beratender Arzt das Risiko einer Infektion gegen die mögliche Nebenwirkung einer Impfung oder medikamentösen Prophylaxe genauestens abzuwägen hoben. So wird beispielsweise die Polio-Schluckimpfung als Auffrischimpfung bei Reisen in Seuchengebieten trotz Vorliegen einer Schwangerschaft empfohlen. Eine Impfung gegen Starrkrampf kann in jedem Schwangerschaftsstadium bedenkenlos durchgeführt werden. Zudem ist ein Schutz gegen Hepatitis A zu empfehlen.

Gegen folgende Infektionskrankheiten kann während der Schwangerschaft bei zwingend vorliegendem Grund geimpft werden:

Gegen folgende Krankheiten sollte eine Impfung bei Schwangeren nicht durchgeführt werden: